Gesundheitsakademie Mainburg - Seminare und Kurse rund um die körperliche und geistige Gesundheit - MentalTop, KFB, Mentales Training, Powerbrain
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We-are-Symposium
Freitag, den 4. Februar 2011
an der Gesundheitsakademie Mainburg

„Selbstwertgefühl und Erfolg eng zusammen“

Professorin Astrid Schütz bei Frauen-Symposium -
Demographischer Wandel als Chance

Das Stichwort des demographischen Wandels ist in aller Munde - das Bewusstsein für die eigene Betroffenheit ist jedoch noch nicht wirklich angekommen. Das Thema des Alterns, speziell bei weiblichen Zielgruppen, als positiven Begriff von Lebens- bzw. Berufserfahrung und mentaler Stärke braucht mehr Öffentlichkeit. Mit der Eröffnung des Symposiums „We are“ am Freitag sollte das Thema mehr Öffentlichkeit bekommen. Die Gesundheitsakademie will mit diesem Kulturfonds-Projekt dieses Potential stärken.

Marianne Dasch (GF vhs), Dagmar Heidecker (Österr. Erwachsenenbildungsinstitut), Prof. Dr. Astrid Schütz, Hermann Brandl (Bayer. Metall- und Elektro-Arbeitgeberverband), Waltraud Thoma (stellv. GF vhs)

Der Vorsitzende der Gesundheitsakademie, Landtagsabgeordneter Martin Neumeyer, konnte neben den zahlreichen Zuhörerinnen besonders Dagmar Heidecker vom österreichischen Erwachsenenbildungsinstitut, die Professorin und Autorin Astrid Schütz von der TU-Chemnitz, den Vertreter des Schirmherrn Hermann Brandl vom VBM Regensburg, Vhs-Chef Hans Dasch und die Geschäftsführerin der Akademie Marianne Dasch als Initiatorin und Leiterin des Kulturfonds-Projektes begrüßen. Er freute sich über das Thema, das dem Zeitgeist etwas auf die Sprünge helfen sollte. Mit seiner Bajuwarisierung von „We are“ in „Mia san mia“ gab er der Veranstaltung einen heiteren Touch.

Hermann Brandl, Geschäftsführer des Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbandes Niederbayern- Oberpfalz gab in Vertretung des Schirmherrn Bertram Brossardt für die Vereinigte Bayerische Wirtschaft ein Plädoyer für eine höhere Beteiligung der Frauen in der Berufswelt ab. Der hohe Stellenwert der Weiterbildung in den Betrieben zur Sicherung von Fachkräften sei in der bayerischen Wirtschaft schon enorm, müsste jedoch angesichts des demographischen Wandels noch gesteigert werden. Gerade Projekte wie „Work-life-Balance" und „Frauen in Führungspositionen“ würden zu dieser Zielsetzung enorm beitragen.

Projektleiterin Marianne Dasch stellte Astrid Schütz, die Chemnitzer Professorin für Persönlichkeitspsychologie vor, die vor allem durch die wissenschaftliche Erforschung des „Positiven Denkens“ und des Selbstwertgefühls Aufsehen erregte. Die gebürtige Fränkin stellte in den Mittelpunkt ihres Vortrages die verschiedenen Eckpunkte der psychischen Basis, deren wissenschaftliche Blickpunkte, sowie Trainierbarkeiten. Selbstwahrnehmung, soziale Verflechtungen und Rückmeldungen über die Außenwelt seien wichtige Komponenten, auf die vor allem Frauen in ihrem Selbstbewusstsein stark reagierten. Gerade beim Älterwerden fühlten sich eher Frauen durch das Verändern des Aussehens betroffen, während Männer mit allen Mitteln versuchten, die körperliche Fitness möglichst lange aufrecht zu erhalten. Dabei sei mittlerweile bekannt, dass die emotionale und kristalline Intelligenz durchaus das Nachlassen der fluiden Intelligenz ausgleichen. Mehr und mehr setze sich diese Einsicht auch in den Chefetagen von Unternehmen durch. Frauen würden zugleich das Sozialgefühl und den Teamgeist in den Betrieben stärken, wichtige Faktoren, die sich vor allem als präventiv für Krisenzeiten herausstellen.

Als aktive Selbstbeiträge sollte sich Frau/Mann einen passenden Stressfilter gegen Anfechtungen zulegen. Eine optimistische Lebensgrundhaltung sei ebenso trainierbar wie die Selbstakzeptanz. Wichtig sei auch das Gefühl des „Sich-getragen- Fühlens“. Dazu helfe schon das Umwandeln von Ablehnungssätzen („Ich kann nicht“ usw.) in positive Affirmationen wie „Ich entscheide mich für“ und „Ich wünsche mir“. Man solle sich wieder mehr für sich Zeit nehmen, forderte die engagierte Professorin. Schließlich sei das Selbstwertgefühl eine wichtige Klammer der psychischen und physischen Gesundheit.

Im „World Café“, das Marianne Dasch mit ihren Mitarbeiterinnen vorbereitet hatte, wurden die Zuhörerinnen aktiv in die Thematik eingebunden und konnten in einer zwanglosen Atmosphäre auch persönliche Hintergründe aus dem eigenen Frauen-Erfahrungsbereich einbringen. Die „Gastgeberinnen“ des World Cafés stellten ihre Ergebnisse dem Auditorium vor. Die Teilnehmerinnen waren selbst überrascht über die eigenen unkonventionellen Lösungsgedanken. Auch das Thema Frauenquote wurde ebenfalls ausführlich und emotional diskutiert. Die Ergebnisse werden in weiteren Arbeitskreisen bearbeitet und ausgewertet. Marianne Dasch, die mit den Ergebnissen des Symposiums im Rahmen des Kulturfondsprojektes „We are“ der Staatsregierung sehr zufrieden sein konnte, nahm die Anregung gerne an, einen ähnlichen Gedankenaustausch für die Männerwelt zu organisieren.

110211-HZ-We-are-Symposium.pdf

Symposium 4.02.2011

Kulturfonds Bayern

Das Projekt "We are!" wird gefördert und cofinanziert von
Kulturfonds Bayern

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